Bloggen ist out?
Jürgen Liechtenecker hat eine Blogparade gestartet, in der er der Frage Bloggen ist out? nachgeht - eine berechtigte Frage, wo doch viele Blogs nur für wenige Wochen oder Monate existieren und auch nicht selten gut besuchte Blogs von ihren Autoren dichtgemacht wurden, weil sie einfach keinen Spaß mehr am Bloggen fanden. Und weil ich gerade sowieso nicht besseres zu tun habe, als auf die drei Klassenarbeiten nächste Woche zu lernen, schreibe ich doch auch meine Erfahrungen danieder…
Wie lange bloggst du schon?
Auf diesem Blog erst zwei Monate, allerdings hatte ich davor auch schon mehrere Blogs, alle habe ich aber schon nach kurzer Zeit aufgegeben. Keine Ahnung, wieso, aber irgendwie hat es mir keinen Spaß gemacht, oder es gab so gut wie nie Kommentare.
Wie viel Beiträge veröffentlichst du regelmäßig?
Das variiert ein wenig und kommt ganz darauf an, was ich denn überhaupt bloggen könnte. Wenn ich nichts zu bloggen habe, dann blogge ich eben nicht - wenn ich viel bloggen kann, dann blogge ich auch öfters. Meist ist der Abstand zwischen den einzelnen Einträgen so ungefähr zwei bis vier Tage; ich denke, wenn ich öfter bloggen würde, hätte ich überhaupt keine Zeit mehr für die Schule. Das gilt natürlich nur für diesen Blog, auf dem Hobbitblog schreibe ich immer etwas neues, wenn mir Neuigkeiten zu Ohren kommen.
Bist du mit anderen Bloggern gut vernetzt, kennt ihr euch persönlich?
Persönlich kenne ich keinen Blogger außer meinem Vater - aber ich denke, ganz gut vernetzt bin ich schon, beispielsweise über Twitter oder halt über Kommentare auf meinen Blog und deren Blogs.
Ist bloggen deiner Meinung nach out?
Nein, ganz und gar nicht. Klar, der Bloghype ist weitestgehend vorbei und wurde durch den Social-Networking-Hype ersetzt, aber das ist keineswegs ein Nachteil: Nun kristallisieren sich die guten Blogs aus den schlechten heraus, die Spreu trennt sich sozusagen vom Weizen. Einige alteingesessene Blogger, die ihren Blog geschlossen haben, kehren auch wieder zurück in die Blogosphäre und schreiben einfach wieder drauflos.
Was könnte danach kommen, wie sieht der Blog der Zukunft aus?
Das mobile Internet ist gerade ja ein heißes Thema, zumal es vom iPhone, dem Eee PC und ähnlichen Geräten vorangetrieben wird. Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass mehr mitten aus dem Leben gebloggt wird und man nicht nur Zuhause vor dem Bildschirm seinen Blog pflegt. Twitter ist auch ein nicht zu vernachlässigendes Thema, da es schnell und direkt ist und man auch kurz mal im Bus twittern kann. Auf jeden Fall aber wird es auch weiterhin größtenteils normale Blogs geben.
Hat man als neuer Blogger noch Chancen viele Leser zu bekommen?
Kommt ganz darauf an, was mal als “viele Leser” definiert, 100 verschiedene Besucher pro Tag, mehr oder weniger? Ich kann auf jeden Fall nur sagen, dass ich mit meinen durchschnittlich 30 Besuchern ganz zufrieden bin dafür, dass mein Blog noch nicht lange existiert.
Wirst du dein Leben lang bloggen?
Nein. In 50 Jahren gibt es ja sowieso keine Blogs mehr, sondern irgendetwas komplett neues, schnelleres, einfacheres.
Update: Die Auswertung der Blogparade ist hier zu finden. Es sind ein paar ganz interessante Ergebnisse herausgekommen, ein Besuch lohnt sich also.


17 Kommentare, kommentiere, verlinke oder .
Ede
Nettes “Interview” ;) Ich glaube, ich hätte auf vieles ähnlich geantwortet.
07.04.2008 um 18:59 Uhr
Marvin
Durchschnittlich 30 Besucher am Tag nach nur zwei Monaten ist eigentlich schon ganz ordentlich, wenn man von einem unkommerziellen Interesse ausgeht.
27.04.2008 um 03:29 Uhr
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